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OEE richtig nutzen – Teil 3: Von der Verlustartenanalyse zur messbaren OEE-Verbesserung

OEE richtig nutzen – Teil 3:

Von der Verlustartenanalyse zur messbaren OEE-Verbesserung

In den ersten beiden Teilen unserer Reihe „OEE richtig nutzen“ haben wir gezeigt, wie klare [Berechnungsregeln](Link zu Teil 1) sowie [vollständige und verlässliche Daten](Link zu Teil 2) die Grundlage für eine aussagekräftige OEE schaffen. Damit ist das Ziel aber noch nicht erreicht. Denn keine Produktion verbessert sich allein dadurch, dass jeden Morgen ein aktueller OEE-Wert auf dem Dashboard steht.

Der eigentliche Wert der OEE entsteht erst, wenn aus den Daten die richtigen Schlüsse gezogen, konkrete Maßnahmen umgesetzt und deren Ergebnisse überprüft werden.

Nicht jeder Verlust erfordert dieselbe Maßnahme

Der tägliche Blick auf die erfassten Verluste zeigt ungeplante Stillstände, Rüstvorgänge, eine zu niedrige Produktionsgeschwindigkeit, Qualitätsverluste und weitere Abweichungen.

Doch wo sollte der Verbesserungsprozess beginnen?

Die Gesamtdauer eines Verlusts allein reicht für diese Entscheidung nicht aus. Ebenso wichtig ist, wie häufig er auftritt, unter welchen Bedingungen er entsteht und welchen tatsächlichen Schaden er verursacht.

Ein Problem an einer Engpassmaschine wirkt sich beispielsweise wesentlich stärker auf die gesamte Produktion aus als eine schlechte OEE an einer Ersatzmaschine, die nur zweimal im Jahr eingesetzt wird. Ähnliches gilt für Prozesse mit Überkapazität: Auch dort entsteht Verlustzeit, sie begrenzt jedoch möglicherweise weder den Durchsatz noch die Lieferfähigkeit.

Artikelbezogene Verluste müssen ebenfalls im jeweiligen Zusammenhang betrachtet werden. Bereits eine geringe Taktabweichung kann bei einem häufig gefertigten Produkt über das Jahr erhebliche Kapazität und Kosten verursachen. Bei einem selten produzierten Artikel kann selbst eine größere Abweichung wirtschaftlich weniger ins Gewicht fallen. Für die Nachkalkulation bleibt sie dennoch relevant.

Das Cosmino Reporting zeigt deshalb unter anderem:

  • wie häufig eine Verlustart auftritt,
  • wie lange die einzelnen Ereignisse durchschnittlich dauern,
  • wie viel Zeit durchschnittlich zwischen zwei gleichartigen Ereignissen vergeht,
  • wie sich die Werte über einen längeren Zeitraum entwickeln,
  • und an welchen Maschinen, Produkten, Werkzeugen oder Aufträgen die Verluste auftreten.

Die Auswertungen lassen sich nach diesen und weiteren Kriterien filtern und miteinander in Beziehung setzen. So wird nicht einfach der größte Zeitwert bearbeitet, sondern der Verlust mit dem größten Verbesserungspotenzial für die jeweilige Produktion.

OEE richtig nutzen – Teil 2: Erst vollständige Verlustdaten schaffen eine aussagekräftige OEE-Analyse

Große Stillstände sind offensichtlich. Kleine Unterbrechungen, Taktabweichungen und nicht eindeutig zugeordnete Tätigkeiten bleiben dagegen häufig verborgen. Teil 2 erklärt, wie Verluste vollständig und trotzdem praktikabel erfasst und bewertet werden.

OEE richtig nutzen – Teil 1: Warum der höchste Wert nicht automatisch der beste ist

Wie werden Pausen, Rüstzeiten oder mehrtägige Ausfälle bewertet? Der erste Teil zeigt, warum die bekannte OEE-Formel allein nicht ausreicht und weshalb klare, einheitliche Berechnungsregeln die Voraussetzung für aussagekräftige Vergleiche sind.

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